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Zigeunerin

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Hier erklären wir Ihnen die Begrifflichkeiten der Esoterik - von A wie Aberglaube bis zu Z wie Zukunft

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Foto: Casther / Fotolia

Zigeunerin

Auch heute noch rankt sich eine gewisse Magie und Mystik um das Wort Zigeunerin. Erinnern wir uns doch an alte Überlieferungen oder das typische Bild einer dunkelhaarigen Frau mit Kopftuch, großen Ohrringen und einer überaus bunten Bluse, die das Kartenlegen oder Handlesen praktiziert. Dies hat tatsächlich einen realen Ursprung, denn Zigeunerinnen lasen den Menschen aus der Hand oder legten ihnen die Karten für einen Blick in die Zukunft und galten so Unterhalter und Attraktion auf den zahlreichen Jahrmärkten. Tatsächlich hat sich dieses Bild als solches mittlerweile gewandelt, aber trotzdem gibt es sie nach wie vor.

Wofür steht der Begriff eigentlich?

Der Begriff der Zigeunerin (im neuen Sprachgebrauch als Sinti und Roma bezeichnet) ist seit sehr langer Zeit Bestandteil unserer Sprache. Deren Herkunft ist allerdings nicht mehr vollständig nach zu vollziehen und zum Teil sogar mythisch. Jedoch gibt es eine These, die von vielen Gelehrten anerkannt wird. Vermutlich ist das Wort Zigeunerin abgeleitet vom mittelgriechischen Begriff "athinganoi", was die Unberührbaren bedeutet. Allerdings stand dieses Wort damals für Menschen, die andersgläubig waren und möglicherweise mit Krankheit, Aussatz oder anderen Lasten belegt waren, da hier verschiedene Ge- und Verbote in Bezug auf die körperliche Reinheit gegolten haben. Somit war es besser, sie zu meiden. Wurden sie direkt damit in Verbindung gebracht, waren sie nirgendwo wirklich willkommen und wechselten ihren Standort.

Stetige Veränderung als Teil des Lebens

Aufgrund dieser Situation war dieses Volk gezwungen, Handlanger und Tagelöhner Arbeiten zu übernehmen. Hierzu gehörten Tätigkeiten wie Messerschleifen, Hufschmied bei den Männern, heilerische und wahrsagende Tätigkeiten, die von den Frauen übernommen wurden. Denn die Zigeunerin war bestens in der Lage, die Gaben der Natur sowohl zur Nahrungsfindung als auch zur Heilungsfindung zu nutzen. Eine Gabe, die Sesshaften nur selten gegeben war. Durch ihre Fähigkeiten schufen sie allerdings weiteres Misstrauen bei den jeweiligen Bewohnern. Auch die Art, wie ein Familienclan zusammenlebte und feierte, erschien ihnen ungewöhnlich und teils suspekt. Aus diesem Grund wurden sie immer wieder vertrieben. Nicht immer konnten die Diebstähle, die sie angeblich begangen hatten, nachgewiesen werden. Doch war das Weiterziehen die beste Option, dieser Situation zu entkommen. Somit blieben sie auch weiterhin ein fahrendes Volk.
Tatsächlich stoßen wir immer wieder auch heute noch auf verschiedene Klischees und Mythen, wenn es um diese Völkergruppe geht. So wird ihnen nachgesagt, dass sie schlechten Einfluss auf ihre Umwelt ausüben, betrügen, betteln und stehlen. Es mag durchaus sein, dass dieses Phänomen anzutreffen ist, aber auf der anderen Seite gibt es durchaus Gebiete, wo sich Zigeuner zumindest für einen längeren Zeitraum aufhalten, ohne ihrem Umfeld zu schaden. Einige von ihnen werden teils sogar auf Dauer sesshaft. Somit ist durchaus ein Wandel zu erkennen.

Die Zigeunerin im Wandel der Zeit

Das Wahrsagen, das Brauen von Liebeszaubern, Durchführung von verschiedenen Ritualen und Zaubern und die Versorgung mit unterschiedlichen Heilkräutern war lange Zeit die beste Einnahmequelle des fahrenden Volkes. Daher ist es nicht verwunderlich, dass noch heute der Begriff Zigeunerin mit der Wahrsagerin gleichgestellt wird. Und tatsächlich gibt es sie auch heute noch, auch wenn sich viele dabei der Zeit angepasst haben. So gehört nach wie vor Kartenlegen und Wahrsagen zu ihrem Leben dazu, es liegt ihnen sozusagen sprichwörtlich im Blut.

Aufgrund ihrer Ursprünge und Traditionen gehen sie sehr sorgsam mit Mutter Erde um und fühlen sich ihr stark verbunden. Sie sind bestrebt anderen Menschen mit ihren Fähigkeiten zu helfen. Jemanden zu schaden liegt nicht in ihrer Natur. Sie wollen genauso mit Menschen in Einklang leben, wie sie es mit der Mutter Erde tun. Leider wird ihnen dies manchmal immer wieder schwer gemacht, vielleicht weil weiterhin auf die herkömmliche Meinung gesetzt wird. Was hält uns davon ab, dies zu hinterfragen und unsere eigene Meinung zu bilden? Warum soll eine Zigeunerin nicht genauso in Frieden und Harmonie leben, wie wir es für uns beanspruchen? Wir sollten auch wir hier mit der Zeit gehen.
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