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Hand der Fatima

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Foto: Irina Montero / shutterstock

Hand der Fatima

Die Hand der Fatima gilt in arabischen Kulturkreisen als Schutztalisman vor negativen Energien und dem bösen Blick. Auch soll die ihren Träger vor sogenannten Dschinn beschützen.

Was ist die Hand der Fatima?

Als eines der wichtigsten Symbole im arabischen Glaubensvolk gilt die Hand der Fatima. Die Hand der Fatima soll ihren Träger vor dem bösen Blick beschützen. Die Hand von Fatima ist im arabischen Glauben von Nordafrika das stärkste Abwehrmittel gegen den bösen Blick sowie negative Energien.
Unter anderem wird sie als Hamsa oder Khamsa bezeichnet. In der Übersetzung bedeutet dies so viel wie "fünf". Der Glaube über den Schutzmechanismus von der Hand der Fatima reicht von Nordafrika bis hin in den Nahen Osten. Dieses kraftvolle Symbol kann in arabisch geprägten Ländern sowie Kulturkreisen an Wänden und Haustüren vorgefunden werden.

Mittlerweile gewinnt die Hand der Fatima auch in den westlichen Kulturen sehr an Beliebtheit und wird gerne in Form von Kettenanhängern, Armbändern oder Schlüsselanhängern getragen. In verschiedenen Designs ist sie heute erhältlich. Nur die wenigsten wissen allerdings, was es wirklich mit diesem kraftvollen Talisman auf sich hat.

Hand der Fatima: Namensherkunft und spirituelle Bedeutung

Als jüngste und aus schiitischer Sicht einzige Tochter des islamischen Propheten Mohammed gilt Fātima bint Muhammad. Zudem ist sie namensgebend für die Hand der Fatima. Unter anderem wird sie auch als "Saiyidat Nisāʾ al-ʿĀlamīn" (übersetzt "Herrin der Frauen der Welten") bezeichnet. Fātima ist für Muslime die Verkörperung von Reinheit. Sie wird aus diesem Grund auch als sündenfreie Jungfrau verehrt.

Schiiten zählen sie als einzige Frau gemeinsam mit dem Propheten Mohammed und zwölf Imamen zu den "Vierzehn Unfehlbaren". Auch heilende Kräfte werden Fātima bint Muhammad nachgesagt, weil sie ihren Vater behandelte, als dieser verletzt aus dem Krieg zurückkam.

Wenige Monate nach ihrem Vater verstarb sie sie selbst laut schiitischen Quellen durch eine Fehlgeburt wegen einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit den Kalifen Abū Bakr und ʿUmar ibn al-Chattāb. Allerdings ist diese Behauptung innerhalb von muslimischen Kreisen sehr umstritten. Es gehen viele Muslime davon aus, dass Fatima zusammen mit ihrem Gatten Ali friedlich starb.

Fātima brachte mit ihrem Gatten Ali insgesamt drei Kinder zur Welt. Damit gab sie die Blutlinie des Propheten weiter. Fātima gilt als Mutter aller Nachkommen von Mohammed. Viele Mädchen werden noch heute nach der berühmten Tochter des Propheten benannt. Die Hand der Fatima wird auf Arabisch als "Hamsa" bezeichnet. Es bedeutet so viel wie "fünf" und steht unter anderem für die fünf Säulen des Islams oder der fünfköpfigen Familie des Propheten.

Die Hand der Fatima gilt aus arabisch spiritueller Sicht als ein Abwehrmechanismus. Sie soll den bösen Blick wie auch die gefürchteten Dschinns abwehren. Insofern bedeutet das Auge, dass der böse Blick erkannt und zurückgegeben wird. Auch steht er in Verbindung mit dem siebten Sinn. Darüber hinaus soll das magische Symbol seinem Träger Glück und Kraft geben. Besonders Frauen tragen dieses Symbol als Talisman oder Körperbemalung (Henna-Tattoo).

Ursprung von der Hand der Fatima oder "Hamsa"

Das abgebildete Symbol auf der Hand der Fatima existiert allerdings bereits vorislamischer Zeit. Im Judentum wird das Symbol als "Hand der Rachel" bezeichnet und im Christentum als "segnende Hand der heiligen Maria". Ebenfalls ist dieses Symbol auf der Nationalflagge von Algerien vorzufinden. Das Auge erscheint auch auf altägyptischen Zeichnungen. Aus diesem Grund kann man von ausgehen, dass dieses Symbol die Menschheit seit Jahrhunderten begleitet.

Die Hand der Fatima wird im Buddhismus als "Hamsa-Hand" bezeichnet und steht hier für Buddha als Zeichen der Gnade und Erleuchtung. Buddhastatuen weisen auch oftmals bestimmte Handhaltungen auf, die mit der Hamsa-Hand in Verbindung stehen beziehungsweise von Buddhisten mit ihr gleichgesetzt wird.

Die Hamsa-Hand unterstützt im Hinduismus und im Buddhismus den Chakra-Fluss seines Trägers und sorgt so für Harmonie und Glück. Die Hand der Fatima (oder auch Hamsa-Hand) hatte somit ursprünglich keinen muslimischen beziehungsweise religiösen Hintergrund, sondern wurde vom Islam adaptiert. Ebenfalls ist unbekannt, wann der genaue Zusammenhang zu Mohammeds Tochter hergestellt wurde. Dieses Symbol gelang vermutlich durch nordafrikanischen Einfluss in den Islam und wurde dann "islamisiert".


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