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Dagda - Vater aller keltischen Götter

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Foto: somsak nitimongkolchai / Shutterstock.com

Dagda

In der irisch-keltischen Mythologie nimmt Dagda eine herausragende Rolle ein. Sein Name bedeutet "der große Vater", und auf Irisch wird er "der gute Gott" genannt. Dieses "gut" bezog sich jedoch nicht auf Sanftmut, sondern auf seine unermessliche Kraft und sein Wissen. Als Anführer der Tuatha Dé Danann war er für Recht, Gesetz und Ordnung verantwortlich und wurde von den Menschen als ihr Allvater verehrt.

Der Allvater und seine Gaben

Dagda war kein strahlender Gott von überirdischer Schönheit, sondern wurde als untersetzt und mit großem Bauch beschrieben. Oft bedeckte er sein Gesicht mit einer Kapuze und trug eine schlichte Tunika. Doch gerade dieses erdige Auftreten ließ ihn den einfachen Menschen nahe erscheinen. Seine Gestalt vereinte Fruchtbarkeit, Schöpferkraft und Magie.

Er war der Sohn der Erdmutter Dana, und zu seinen Brüdern gehörten Lugh und Ogma, mit denen er die göttliche Triade der Tuatha Dé Danann bildete. Viele Göttinnen verbanden ihr Schicksal mit ihm. Besonders bekannt ist seine Verbindung zu Boanna, der Göttin der Flüsse, mit der er den Sohn Aonghus zeugte. Auch die Schicksalsgöttin Morrigan zählte zu seinen Gefährtinnen. So entstand ein Geflecht aus Kindern und Nachkommen, das die keltische Götterwelt prägte.

Berühmt wurden vor allem seine Attribute: die gewaltige Keule, so groß, dass er sie oft auf einem Wagen ziehen musste, mit der er töten und neues Leben schenken konnte; der magische Kessel, aus dem unendliche Speisen strömten und niemand je Hunger leiden musste; und die Harfe, deren Klänge Gefühle weckten, Menschen und Götter zum Tanzen brachten oder die Jahreszeiten herbeiriefen. Wurde sie gestohlen, kämpfte er sie sich zurück, unterstützt von Abhcan, einem Harfner, der ihm half, ihre Macht erneut in seine Hände zu legen.

Kämpfer und Schöpfer zugleich

In den großen Schlachten gegen die Fomori zeigte sich Dagdas Vielschichtigkeit. Er ließ sich nicht einschüchtern, auch nicht durch Spottgedichte, die ihn verunglimpfen sollten. Mit seiner eigenen Kraft wollte er die Auseinandersetzungen bestehen, ohne die Hilfe von Zauberern oder Druiden. Von Morrigan erfuhr er die geheimen Kriegspläne der Fomori und konnte sich so vorbereiten.

Manche Mythen erzählen groteske Episoden: wie er riesige Mengen Eintopf essen musste oder wie er nach einer Begegnung mit der Tochter des Fomori-Königs beschämt zurückblieb. Dennoch war es Dagda, der im entscheidenden Moment die Fomori besiegte, sie aus Irland vertrieb und die Welt neu erschuf. Mithilfe seines Kessels ließ er Wälder entstehen, Flüsse fließen, Berge und Täler wachsen - und verwandelte eine öde Landschaft in eine fruchtbare Erde.

Der Gott des Volkes

Später legte Dagda das Amt des Königs nieder und wurde Herrscher der Anderswelt. Sein Wohnsitz Bruig na Bóinne ging schließlich an seinen Sohn Aengus über, der ihn mit einer List überlistete. Aengus bat nur um einen Tag und eine Nacht, doch in der Anderswelt bedeutet das die gesamte Zeit. Anstatt zornig zu werden, war Dagda stolz auf die Klugheit seines Sohnes.

Für das einfache Volk war er eine besondere Gestalt. Bauern, Tagelöhner und Sklaven sahen in ihm jemanden, der ihnen ähnlich war: groß, stark, mit rotem Bart und wallendem Haar, gekleidet in grüne Tunika, braune Beinlinge und schwere Stiefel. Er wirkte bodenständig und menschlich, obwohl er über unermessliche Macht verfügte. Seine Harfe rührte die Menschen zu Tränen, ließ sie lachen oder schlafen und war ein Symbol seiner Verbindung zu ihnen.

Dagda vereinte Gegensätze in sich: Er war mächtig und freundlich, schlicht und allwissend, kämpferisch und lebensspendend. Er schuf nicht die Menschen, doch er schuf die Welt, in der sie leben konnten. Bis heute gilt er als der große Vater der keltischen Mythologie - ein Gott, der die Balance zwischen Stärke, Weisheit und Nähe zum Volk verkörperte.


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